
AMPri erhält die EcoVadis Zertifizierung
28. Januar 2023
AMPri Redaktion
Unser Qualitätsanspruch ist immer sehr hoch: Nicht nur bei unseren Produkten, sondern auch bei unseren Lieferketten. Als Großhandelsunternehmen sehen wir uns zudem in der Pflicht, nachhaltig zu agieren. Die EcoVadis prüft weltweit Unternehmen und vergibt sehr zuverlässige Nachhaltigkeitsratings. Mehr als 100.000 Unternehmen in über 175 Ländern arbeiten aktuell mit EcoVadis zusammen, um sich unabhängig zertifizieren zu lassen. Eine gemeinsame Plattform, eine universelle Scorecard, Benchmarks und unterschiedliche Tools haben das Ziel der Transparenz und der Leistungsverbesserung im Bereich Nachhaltigkeit. So haben auch wir uns für ein besseres und transparenteres Miteinander entschieden und uns einer Prüfung von EcoVadis unterzogen. Mit ein wenig Stolz verweisen wir nun auf unsere zertifizierte Silber-Medaille im Sustainability Rating.

Bewertet wurden von der EcoVadis die Schwerpunkte Umwelt, Arbeits- und Menschenrechte, Ethik sowie die nachhaltige Beschaffung.
In allen Punkten haben wir besser als der Benchmark abgeschnitten! In der Gesamtbewertung der Großhandelsbranche befindet sich AMPri in den oberen 8% der von EcoVadis beurteilten Unternehmen. Ein weiteres Highlight ist die nachhaltige Beschaffung. Hier befinden wir uns im Vergleich in den oberen 9% der bewerteten Unternehmen. Der Vorteil für Sie als Händler: Sie haben Einblick auf Zertifikate, Dokumente und Bewertungen ihres Großhändlers innerhalb des EcoVadis-Netzwerks, können diese transparent vergleichen und für ihre eigene Bewertung nutzen. Wir geben die AMPri-Daten auch gerne auf Anfrage raus.
Häufig gestellte Fragen:
Frage 1:
Mit den Werten, die Sie hinter dem Begriff Responsible Business vereinen, geben sie ein Versprechen für Beständigkeit, Zuverlässigkeit, Qualität und auch Nachhaltigkeit. Speziell das Thema Nachhaltigkeit ist aktuell in aller Munde, wie genau geht AMPri mit dem Thema um?
Antwort:
Bereits bevor das Thema Nachhaltigkeit omnipräsent wurde, hat sich AMPri in den einzelnen Themenbereichen engagiert. Ob es die gesellschaftliche Verantwortung, der Umweltschutz oder die nachhaltige Beschaffung betrifft, AMPri war involviert. Der Unterschied bestand aber in den Einzelaktionen, die noch nicht unter dem Dach der Nachhaltigkeit zusammengefasst wurden. Das haben wir im Jahr 2022 geändert.
Angefangen mit der intensiven Schulung von Mitarbeitern „Was ist Nachhaltigkeit und was gehört alles dazu?“ haben wir das Thema neu betrachtet. Die Strategie dahinter bestand im freiwilligen Aufbau eines dokumentierten Nachhaltigkeit-Systems in Anlehnung an unsere bestehenden Managementsysteme gemäß EN ISO 13485 und ISO 9001.
Der nächste logische Schritt für uns war die Überprüfung unserer Bemühungen und unserer Arbeit durch unabhängige Experten, wie wir es bereits von unseren ISO-Zertifizierungen her kennen. Hierfür haben wir uns an einen der Marktführer gewandt: EcoVadis
Frage 2:
Warum haben sie sich für EcoVadis entschieden?
Antwort:
EcoVadis ist in über 175 Ländern aktiv, über 100.000 Unternehmen verlassen sich auf EcoVadis als Partner im Bereich des Nachhaltigkeits-Ratings. Die Standards hinter diesem Rating sind nicht nur umfangreich, sondern auch sehr fundiert.
Bei der Bewertung unserer Arbeit ging es uns nicht um „Hauptsache bestanden“ sondern um eine kritische Bewertung unserer Arbeit im Vergleich zu anderen weltweit agierenden Unternehmen: „Wo stehen wir, wo können wir uns weiter verbessern?“
Hierfür empfanden wir EcoVadis, als Empfänger des Deutschen Nachhaltigkeitspreises für Unternehmen 2022, als sinnvollen Partner.
Frage 3:
Wie kann mach sich die Vorarbeit für eine solche Bewertung vorstellen?
Antwort:
Am Anfang stand eine IST-Analyse, um zu identifizieren welche Punkte aus den EcoVadis-Anforderungen wir bereits abdecken. Danach konnten wir eine Strategie entwickeln und diese umsetzen. Im Rahmen der sogenannten Wesentlichkeitsanalyse werden die Interessierten Parteien identifiziert und ihre Anforderungen analysiert. Diese werden dann in Prozessen abgebildet und somit in das Tagesgeschäft implementiert. Um den Erfolg der Umsetzung messen zu können, werden wiederum Kontrollmechanismen etabliert. Am Ende steht die Analyse und die sich aus den Daten ergebende Berichterstattung.
Frage 4:
Ist ihre Bewertung durch EcoVadis bereits erfolgt?
Antwort:
Am 6. Januar dieses Jahres haben wir das Ergebnis der EcoVadis-Bewertung mitgeteilt bekommen, wir wurden mit der Silber-Medaille ausgezeichnet. In allen Kernthemen haben wir eine identische gute Bewertung erhalten.
Frage 5:
Was sagt die Silber-Medaille aus?
Antwort:
Damit sind wir in den TOP 25% aller bewerteten Unternehmen. Wenn man bedenkt, welche namenhaften und großen Unternehmen diesem Kreis angehören, fühlen wir uns geehrt, dass unsere Arbeit derart bewertet wurde. Besonders da wir in unserem Branchensegment zu den TOP 8% der bewerteten Unternehmen zählen.
Frage 6:
Was sagen Sie zu Ihrem sehr homogenen Ergebnis der 5 Kernthemen?
Antwort:
Eine identische Punktzahl in allen Bereichen zu erlangen ist nicht planbar, daher war dieses homogene Ergebnis auch für uns überraschend. Allerdings spiegelt es unsere Arbeit wider, wir legen denselben Fokus, dieselbe Priorität auf alle Kernthemen. Hierbei noch weitere Unterteilungen durchzuführen, würde den Fokus verwässern.
Frage 7:
Wie geht es jetzt weiter, welches Ergebnis wollen Sie im kommenden Jahr bei EcoVadis erreichen?
Antwort:
Zunächst einmal sind wir stolz auf die erreichte Silber-Medaille und die damit verbundene Arbeit. Gleichzeitig sehen wir sie aber auch als eine Verpflichtung und Ansporn die bisherige Arbeit fortzuführen. EcoVadis hat mit Gold und Platin schließlich noch 2 höhere Bewertungen. Aber Scherz beiseite, auch Dank der Verbesserungsvorschläge durch EcoVadis, kennen wir unsere Baustellen und auch unser Potential, somit ist für die nächste Bewertung eine Gold Medaille die klare Zielsetzung. Die Struktur und das System hinter der Medaille muss Zeit haben in einem gesunden Maß mitzuwachsen, damit es ein stabiles und belastbares Fundament bildet.
Frage 8:
Wie wollen Sie das Ergebnis mit den Kunden/Steakholdern teilen?
Antwort:
Die Möglichkeiten hierzu sind vielfältig. Schon innerhalb des EcoVadis-Netzwerkes ist das Teilen möglich, ob über direktes Teilen der Scorecard mit vernetzten Partnern oder Anfragen durch interessierte Parteien.
Außerhalb des EcoVadis-Netzwerkes werden wir unsere Social-Media-Kanäle sowie Homepage und Webshop nutzen. Im Rahmen von Selbstauskünften gegenüber Kunden und Partnern werden wir, neben unseren ISO 9001 und ISO 13485 Zertifikaten, zukünftig auch auf die EcoVadis-Medaille zurückgreifen.
Frage 9:
Ist EcoVadis eine Alternative zur ISO-Zertifizierung? (ISO 14001/26000/45001)
Antwort:
Diese Frage ist nicht mit einem einfachen „Ja“ oder „Nein“ zu beantworten, es kommt darauf an, was erreicht werden soll. Soll das Umweltmanagement in die Tiefe gehend zertifiziert werden, wird die ISO 14001 benötigt, im Bereich Arbeitsschutz wäre die ISO 45001 angebracht. Es sind somit hoch spezialisierte Zertifizierungen, die in das große Thema Nachhaltigkeit einfließen. Daher hilft diese Zertifizierung bei einer EcoVadis-Bewertung, sind aber nicht Pflicht, da hierbei das gesamte Thema betrachtet wird.
Zu der in der Frage erwähnten ISO 26000 ist noch zu sagen, dass es sich hierbei um eine nicht zertifizierbare ISO handelt. Es ist ausschließlich ein Leitfaden zur gesellschaftlichen Verantwortung, welcher mir aber auch wiederum Hilfestellung für die EcoVadis-Bewertung liefert.
Frage 10:
Haben Sie Einfluss auf das Thema Nachhaltigkeit bei Ihren Lieferanten?
Antwort:
Mit den meisten unserer Partner arbeiten wir bereits seit vielen Jahren vertrauensvoll zusammen. Greifbare oder besser bewertbare Indikatoren, wie sie beispielsweise für das deutsche Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz für den Grad der Einflussnahme fordert, sind damit allerdings noch nicht gewonnen.
Während der Arbeit an unserer Nachhaltigkeitsdokumentation, haben wir das Rad zurückgedreht und die Möglichkeiten unserer Einflussnahme grundlegend neu bewertet. Wo können wir direkt oder indirekt, aber reproduzierbar Einfluss nehmen und wo nur auf Basis von „good will“ und somit ggf. nicht reproduzierbar. Die Ergebnisse der Analyse spiegeln sich in den implementierten Prozessen wider. Um auf Ihre Ausgangsfrage zurückzukommen, es hält sich in der Waage, bei den meisten können wir Einfluss nehmen, der Grad der Einflussnahme ist allerdings unterschiedlich. Ich denke aber, dass wir hiermit, bezogen auf den deutschen Großhandel, in guter Gesellschaft sind.
Frage 11:
Was hat die CSR mit EcoVadis zu tun?
Antwort:
CSR (Corporate Social Responsibility) also die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen, ist ein zentrales Thema der EcoVadis-Bewertung. Diese Verantwortung, die wir als Unternehmen gegenüber der Gesellschaft haben, ist in allen Bereichen der Nachhaltigkeit verankert. Ob Umweltschutz, Arbeits- & Menschenrechte, Geschäftsethik und Nachhaltige Beschaffung, wir als Unternehmen sind in der Pflicht unseren Einfluss geltend zu machen, um zum Schutz der Gesellschaft beizutragen.
Frage 12:
Warum beschäftigt sich AMPri überhaupt mit dem Thema Nachhaltigkeit?
Antwort:
Wir könnten hier natürlich sagen, dass wir rein altruistische Motive haben, uns mit dem Thema zu beschäftigen und uns als Weltverbesserer darstellen, aber wir möchten das Thema gerne offen und ehrlich angehen. Ja, auch wir möchten dazu beitragen, unsere Welt in einem guten Zustand an die nächsten Generationen zu übergeben. Aktuell ist unsere Generation in der Position einen Beitrag zu leisten und das sollten wir auch tun, als Bewohner dieser Welt wie auch als verantwortungsvolle Eltern.
Auf der anderen Seite haben wir aber als Unternehmen eine Verantwortung. Diese besteht auch darin wirtschaftlich profitabel zu agieren, um somit die soziale Verantwortung gegenüber unseren Mitarbeitern zu gewährleisten.
Mit zunehmenden Anforderungen von Seiten der Gesetzgeber sowie von unseren Kunden, ist es nach unserem freiwilligen Engagement ein weiterer Antrieb das Thema voranzutreiben.
Frage 13:
Lässt sich das Thema Nachhaltigkeit mit Einwegprodukten in Einklang bringen?
Antwort:
Auf den ersten Blick klingt es tatsächlich nach einem Widerspruch und in vielen Bereichen mag das auch zutreffen, aber nicht überall. Im Bereich von Produkten muss zum Beispiel auch die Zweckbestimmung mit in die Überlegungen einbezogen werden. Medizinische Untersuchungshandschuhe sind ein klassisches Einwegprodukt ohne wirkliche Alternativen. Der Nachhaltigkeitsgedanke kann hier aber im Bereich der Produktion, der Logistik und der verwendeten Materialien mit einfließen. Ein Beispiel hier ist unser Nature Glove, dieser Handschuh hat die Eigenschaft der beschleunigten biologischen Abbaubarkeit. Es handelt sich somit um ein klassisches und notwendiges Einwegprodukt, welches aber gleichzeitig Nachhaltigkeitskomponenten miteinschließt.
Wenn Sie weitere Fragen hinsichtlich der Zertifizierung haben, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren.
Hier geht es zum Kontaktformular.
Autor:
AMPri Redaktion
Das AMPri Redaktions Team erstellt regelmäßig hochwertige Blogbeiträge zu neuen Produktentwicklungen, Forschung oder der Marktsituation. Bei Fragen kontaktieren Sie uns unter presse@ampri.de